Konzept Sozialer Dienst

Die Leistungen des Sozialen Dienstes

bereichern den Lebensraum unserer Bewohner durch ein reichhaltiges Betreuungs- und Beschäftigungsangebot zur körperlichen, geistigen, psychischen und sozialen Aktivierung.

Ziele

- Erhaltung und Förderung der Lebensqualität der Bewohner
- Erhaltung, Förderung und Erschließung von Ressourcen sowie die Unterstützung bei den Aktivitäten in der Tages- und Lebensgestaltung
- Die Bewohner sind aktiv beteiligt durch eine ihnen gemäße Tagesstrukturierung
- Die sozialen Beziehungen zu Angehörigen/Betreuer und Freunden bleiben erhalten.
- Eine regelmäßige Kommunikation mit der Pflege und Teilnahme an Teambesprechungen ist gesichert
- In der Betreuung demenzkranker Bewohner werden die Grundlagen der Validation angewandt

Organisation des Sozialen Dienstes

Der laut Beschluss von der Landespflegesatzkommission Bayern vorliegende Stellenschlüssel von 1:30 gerontopsychiatrischen Fachkräften in der Einrichtung soll ab dem 1.1.2009 für den Sozialen Dienst eingeführt werden.

Der Soziale Dienst ist ein eigener Leistungsbereich in der Einrichtung und der PDL unterstellt. Er arbeitet eng mit dem Pflegebereich zusammen. Der Soziale Dienst kann zur Wahrnehmung administrativer Aufgaben einen Sprecher benennen.

Die Dienstplangestaltung und die einzelnen Aufgaben werden gemeinsam besprochen und je nach Qualifikation zugeteilt. Die PDL erhält einen Durchschlag vom Dienstplan und von den jeweiligen Wochen- und Monatsplänen.

Eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit allen anderen Bereichen in der Einrichtung, auch dem Ehrenamt, ist unerlässlich.

Berufsgruppen im Sozialen Dienst sind unter anderen:
- Ergotherapeuten
- Pflegefachkräfte mit gerontopsychiatrischer Weiterbildung
- Sozialpädagogen

Aufgaben des Sozialen Dienstes

Die Aufgaben des Sozialen Dienstes erstrecken sich hauptsächlich auf die Beschäftigung und auf eine soziale Betreuung der Bewohner. Mit ihrer Unterstützung werden die Bewohner am Tages- und Jahresablauf beteiligt und noch erhaltene Fähigkeiten trainiert und aktiviert.

Zu ihren Aufgaben gehört auch die Einbeziehung der ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Aufgaben im Einzelnen:  

allgemeine Angebote:
Beschäftigung durch unterschiedliche Angebote für Rüstige und leicht Hilfsbedürftige

übergreifende Gruppen:
Teilnehmer aus verschiedenen Wohngruppen werden mit bestimmten Themen und Aufgaben, je nach körperlicher und geistiger Befindlichkeit, aktiviert und gefördert.

Ein spezielles Angebot für Pflegebedürftige und Bewohner mit Demenz: Bewohner werden je nach Schweregrad der Demenz oder Pflegebedürftigkeit in entsprechende Themengruppen eingeteilt, oder ein spezielles Training wird angesetzt.

Einzelangebote für immobile oder schwerst demente. Bewohner:
Dies geschieht meist in Form einer basalen Stimulation und durch Bewegungsübungen

Die Grundlagen der Arbeit sind:
- Die Biographiearbeit
- Milieutherapie
- Training der Alltagskompetenzen
- Sozialtraining
- Angehörigenarbeit
- Grundlagen der Basalen Stimulation, Sinnestraining

Dies wird individuell umgesetzt, je nach Bedarf, durch:
- Einzeltherapie für Bettlägerige, oder
- Waschtraining
- An- und Ausziehtraining
- Esstraining
- Gedächtnistraining
- Toilettentraining
- 10 Minuten Aktivierung
- Realitätsorientierungstraining (ROT)
- Kreativgruppen
- Spielgruppen
- Sitzgymnastik
- Gehübungen
- Musizieren mit und ohne Instrumente, Singen
- Diavorträge
- Ausflüge
- Feste und Feierlichkeiten
- Lesestunden

Der Soziale Dienst arbeitet mit bei der Fest- und Feiertagsgestaltung nach dem Jahresablauf, bei der Erstellung einer Heimzeitung und bei allen anderen allgemeinen Aktivitäten in der Einrichtung.

Die Mitarbeiter im Sozialen Dienst sind für eine fachlich qualifizierte und korrekte Dokumentation verantwortlich. In der Pflegeanamnese und in der Planung obliegt ihnen der AEDL-Punkt  "sich beschäftigen".
Ihr Leistungsangebot ist in einer tagesstrukturierten Dokumentation sichtbar.

Ein übersichtliches Wochenangebot zeigt den Bewohnern die Aktivitäten innerhalb der Woche an, der Monatsplan bringt eine Übersicht über alle geplanten Aktivitäten mit externen Gruppen.

Die Aushänge sind in jedem Wohnbereich und am zentralen Aushang nach zu lesen.

Die Einzelbetreuungen werden ebenfalls vierteljährlich in einem Plan festgehalten und evaluiert

Im Haushaltsplan der Einrichtung ist ein Budget für den Sozialen Dienst vorgesehen. In Absprache mit der Einrichtungsleitung kann Arbeitsmaterial besorgt werden.

Der Soziale Dienst ist im QZ der Einrichtung vertreten.